Wie alles begann:
1990 entschloß ich mich, mir einen Wolf anzuschaffen. Da ich durch Haltung von Echsen schon des öfteren mit der Artenschutzbehörde in Kontakt getreten war, rief ich sie an, und fragte, was es denn so für Auflagen zur Haltung eines Wolfes gäbe.
Bei der Antwort erschrak ich im ersten Moment: man bräuchte 2000 qm Grundstück, wenigstens 500 Meter Luftlinie zum nächsten Nachbarn, aber auch das Einverständnis derselbigen. Zudem mußte man, wenn alle Voraussetzungen erfüllt waren, wenigstens zwei Wölfe halten ( das bedeutete aber auch 4000 qm Grundstück ). Der Herr an der anderen Seite der Leitung riet mir daher zu zwei preisgünstigeren Alternativen: entweder nach Bayern ziehen, weil da die Gesetze nicht so streng sind, oder mir aber eine Jahreskarte für den Hannover’schen Zoo zu kaufen.
Heute weiß ich natürlich, daß ein Wolf in die Natur, niemals aber in einen Zwinger gehört. Damals stellte sich dann jedoch die Frage: Welcher Hund ist dem Wolf am ähnlichsten? Ein Sibirian Husky sollte es sein. Also forderte ich ein Züchterverzeichnis des DCNH ( Deutscher Club für Nordische Hunde ) an. Dem Schreiben lag noch ein Beiblatt über die vier Schlittenhunderassen bei. Auf der ersten Seite war ein Alaskan Malamute abgebildet, und ich wußte, das ist die Art von Hund, die ich haben wollte.
Diese ganze Prozedur zog sich über drei Jahre in die Länge, aber dann war er da:
Am 03.10.1993 holten wir unseren ersten Alaskan Malamute von einer Züchterin aus Franken ab!

Und Shadow, so hieß unser neues Familienmitglied, sollte unser Leben erst einmal gehörig auf den Kopf stellen!!!
Da ich mit der Zucht und Ausbildung von Boxern sehr vertraut bin, meine Großmutter züchtete zu ihren Lebzeiten diese Rasse, war ich fest der Meinung, ein Alaskan Malamute könnte ich genau so schnell erziehen. Aber weit gefehlt: Der Alaskan Malamute ist ein Hund, dem Benimm eben nicht so einfach beizubringen ist.
Als der Hund ca. ein Jahr alt war, riet uns unsere Züchterin, mal an einem Rennen teilzunehmen, die Rennatmosphäre sei etwas viel aufregenderes für unseren Hund, als nur zuhause zu trainieren.
So startete meine Frau im Dezember 1994 ihr erstes Rennen in der Klasse Skandinavier Damen in Hildesheim am Galgenberg.
Von da an war unsere Lust auf Rennen sowie auf das ganze Drumherum geweckt.
1995 Im Juni kamen zwei neue Hunde hinzu: die halbjährige Hündin Nugget, sowie der acht Wochen alte Geronimo.
Uns war klar, daß der Platz für uns und die Hunde in der Wohnung, die wir bei unseren Eltern in Gerzen hatten, nicht mehr ausreichte. So kauften wir uns in Freden ein kleines Häuschen mit etwas Grundstück, genug, um einen anständigen Zwinger zu bauen. Da die Malamutes jetzt alle im Zwinger lebten, und es im Haus sehr ruhig wurde, beschlossen wir, uns einen Hund aus dem Tierheim zu holen. So kam im Dezember, kurz vor unserem ersten Trainingslager in Seckau in der Steiermark der Labrador- Mix Tequila zu uns.
1996 Da ich mit zwei Hunden in der Klasse C2 nicht recht vorwärts kam, andere starteten mit vier Hunden, gesellte sich im Sommer ein weiterer Malamute hinzu: Cheyenne.
1997 Mittlerweile hatten wir unseren Zwinger vom DCNH abnehmen lassen. Er wurde für tiergerecht befunden, und so stand unserer züchterischen Laufbahn nichts mehr im Wege.
So hatten wir dann auch im Sommer unseren ersten Wurf, wo vier gesunde kleine Alaskan Malamutes das Licht der Welt erblickten.
Eine Hündin behielten wir uns davon: Alaska.
1998 Wieder ein Wurf, diesmal jedoch im Herbst. Es wurden sechs kleine Würmer geboren, zwei davon behielten wir: Baghira & Belle.
2000 Bei unserem C- Wurf kamen 5 gesunde Hundebabies zur Welt. Es wurden alle verkauft.
2001 Am 01.06. erblickten wieder 7 Welpen das Licht der Welt. Deakon Frost bleibt bei uns zur Verstärkung des Teams.
2004 Leider bleiben uns nur zwei von drei Welpen aus dem E- Wurf erhalten.
Malamute Mountain’s Elsa bleibt bei uns und avanciert zur Leithündin ( D2) und Zuchthündin.
2009 Es wird wieder Geschichte geschrieben: Wir versprechen uns aus der Verbindung "MALAMUTE MOUNTAIN'S ELSA" x "CRAZY CREW'S HETJA TIL OONA" die Generation Alaskan Malamutes, auf die wir seit Jahren hingearbeitet haben: Sozial verträglich, arbeitsam und nebenbei hübsch. ;)

Die Ahnen sprechen für sich.
01.10.2009: Heute Nacht erblickten frühzeitig und ohne Vorwarnung 6 kleine Rüden das Licht der Welt. Näheres und mehr Bilder bald unter News.
Hier die ganze Geschichte:
http://www.groenlandhund.com/thread.php?threadid=767
22.11.2009 Es sind alle Welpen verkauft. Wir wollten uns im Vorfeld eigentlich eine Hündin behalten, aber es kamen ja nur Rüden. So wird es also im nächsten Jahr eine Neuauflage dieses Wurfs geben.
Die kleinen Racker werden in Kürze auf Reisen gehen. Dabei wird die kürzeste Fahrt für Fenris ins Saarland dauern. Auf Platz 3 + 4 sind Flash und Fynn, die nach Franken auswandern werden. Shadow wird unseren Zwinger in der Schweiz präsentieren und auf Platz 1 unangefochten mit rund 6000 km Wegstrecke der kleine freche Flake: Er wird Canada unsicher machen. ;-)
Die Hunde im einzelnen:
In Memoriam:
Geronimo White Face of Blizzard's Trail (1995-2010):

Mein ehemaliger Leithund.
Er war der einzige Malamute in unserem Zwinger, und, soweit ich weiß, einer der wenigen Malamutes in Deutschland, die mit ihrem Herrchen frei spazieren oder joggen gehen können, wirklich in jeder Situation abrufbar.
"Ronny" war mein Liebling, und das wußte er auch. Wenn ich vor einem Rennen außerhalb des Grundstückes den Wagen sowie Wohnwagen eingeladen hab, ging und stand er neben mir und inspizierte alles ganz genau.
Mit seinen 74 cm Stockmaß gehörte er zu den großen seiner Rasse, wirkte jedoch durch seine Länge nicht schwerfällig.
Im Rennen lief er immer vorn, gab Richtung und Tempo an, und wenn mal Kühe, Hunde, Rehe oder sonst irgendwelche interessanten Gestalten am Wegesrand standen, zog er das gesamte Gespann daran vorbei.
Auf ihm baut sich unsere „Linie“ Malamute Mountain’s auf.
Er vererbt zum Glück alle seine positiven Eigenschaften weiter.
Cheyenne ( Iris White Face of Blizzard's Trail) (1996-2010) :
( hier hinten links in Fahrtrichtung)
Sie war der ruhige Pol in unserem Rudel.
Sie war mein zweiter Leithund, mußte aber 1999 der jüngeren und vor allem schnelleren Belle weichen.
Sie war diejenige, die jedem Streit aus dem Weg ging, und lieber bei Herrchen und Frauchen stand, als mit den anderen Hunden über das Grundstück zu flitzen.
Sie genoss ab 2006 ihr Rentnerdasein bei uns im Haus, bevor sie nach kurzer schwerer Krankheit verstarb.
Malamute Mountain's Belle:
( Hier in Singlelead beim Start in Kunrau)
Ein Ferrari auf vier Pfoten!
Sie ist einer der beiden Welpen, die wir uns aus unserem zweiten Wurf ( Geronimo White Face of Blizzard's Trail x Rainbow Kennel's Nugget) behalten haben. Von Anfang an eine Hündin, die nur an eines denkt: laufen, laufen, laufen...
Wenn ich mit den Hunden trainiert habe, und sie abends nach dem Füttern noch einmal auf dem Grundstück laufen lasse, war sie diejenige, die versuchte, das ganze Rudel zum „Fangen spielen“ einzuladen.
Das besondere an dieser Hündin war, daß sie bereits im Alter von eineinhalb Jahren mein Gespann mit sechs Hunden neben Geronimo leitete, später sogar Singlelead lief.
Malamute Mountain's Baghira (1998-2011):

Sie war die zweite Hündin, die wir aus unserem B-Wurf behalten haben.
Manchmal ein kleines Sensibelchen. Weil sie bei ihrer Mutter ( Nugget ) und ihrer Halbschwester ( Alaska ) aufgewachsen ist, hatte sie am Anfang kein allzu leichtes Leben, da sie von den „ großen“ Hunden immer unterdrückt wurde. Trotzdem hatte auch sie den ungebrochenen Willen zum Laufen, genau wie ihre Schwester Belle. Leider gab sich dieser Wille, als sie ihren ersten Wurf hatte. Aber sie gab diesen Willen an Elsa weiter. Also genoß sie bei uns das Rentnerleben, bis wir sie im Oktober 2011 gehen lassen mußten.
Malamute Mountain's Deakon Frost (2001-2010):

Deakon war ein dem Menschen gegenüber sehr lieber Hund, der völlig damit zufrieden war, wenn man ihn den ganzen Tag streichelt. Im Team lief er zwar gut mit, war allerdings am liebsten in Swing.
Leider haben wir aus Unwissenheit den Fehler gemacht, ihn schon mit 8 Monaten zu kastrieren. So war er recht ungemütlich gegenüber anderen Rüden, aber auch gegenüber anderen Hündinnen. Er lebte bei seiner Mutter Baghira im Zwinger, was aber keine Probleme mit sich brachte. Einzig mit seiner Schwester Elsa gab es so ziemlich jeden Tag Reibereien.
Leider mußten wir ihn im September 2010 gehen lassen. Der Krebs hat gesiegt.
Ich hoffe, Deakon benimmt sich im Hundehimmel nicht so rüpelhaft.
Malamute Mountain's Elsa:

( Start zur Deutschen Meisterschaft Sprint 2009 in Oberwiesental. Elsa rechts, links unser Gröni Ole)
Eine geborene Leaderin, die allerdings ab und an etwas über die Stränge schlägt. Die Leaderqualitäten und den "Will to please" hat sie wohl von ihrem Großvater Geronimo geerbt. Allerdings kann sie nicht aufhören, Schmuseeinheiten einzufordern. Momentan bereitet sie sich auf ihren ersten Wurf vor ( s. News).
In der letzten Saison lief sie in den Trainings in Wheel oder Swing, wurde allerdings von Melanie auf der Deutschen Meisterschaft und bei der Europameisterschaft Sprint in Kandersteg ( Platz 5) in Lead eingespannt, was sie mit Bravur meisterte. Schon beim Testrennen in Frauenwald, wo ich sie das erste Mal in Lead einspannte, zeigte sie ohne Probleme ihr Können und liess sich nicht irritieren.
Unsere Fütterung:
Die Hunde bekommen auch im Sommer das Hochleistungsfutter ( High Energy) der Fa. Happy Dog. So ist gewährleistet, daß sie zu Anfang der Saison, wenn es massiver ans Arbeiten geht, keinen Leistungseinbruch oder Gewichtsverlust erleiden.
Zum Herbst, ca. zwei Wochen vor Beginn des Trainings geben wir neben dem Happy Dog High Energy ca. 200g Fleisch oder Fisch, Vitamine und andere Zusätze pro Hund.
Die Trockenfuttermenge eines einzelnen Hundes schwankt zwischen 125 und 350g, je nachdem, wie sein Ernährungs- und Leistungszustand ist.
Die Hunde werden wöchentlich gewogen, und so ist leicht festzustellen, welcher Hund bei wieviel Kilogramm Gewicht am besten läuft.
Die Fütterung geschieht meist abends zwischen 16 und 18 Uhr.
Da wir das Futter direkt bei den Hunden zubereiten, kann es während dieser Zeit ( ca. fünf Minuten ) auch schon mal lautstark zugehen, da sich die Hunde auf die bevorstehende Fütterung freuen.
Lediglich Welpen und Junghunde ( bis zu einem Jahr ) bekommen dreimal täglich ihre Ration an Futter.
In den Wintermonaten, vor allem bei Minusgraden weichen wir das Futter komplett vor. So ist gewährleistet, daß sie auch genügend Wasser aufnehmen.
Zusätzlich geben wir nach dem Training z.B. Schweineohren als Belohnung, sowie im Sommer, wenn wir mal grillen, ein getrocknetes Brötchen oder ein Hundebisquit.